Methoden der Einzeltherapie

Für die Einzelarbeit mit Menschen werden verschiedene Methoden aus den Bereichen der Traumaarbeit, Systemischer Therapie und Körperarbeit genutzt und je nach Bedarf in den Sitzungen bereit gestellt. 
Somit werden die unterschiedlichen Ebenen (Körper, Psyche und System) angesprochen und der Mensch in seiner Komplexität und seinem Verflochtensein in innere und äußere Prozesse erfasst.
Traumatherapeutisch wird in erster Linie Somatic Experiencing nach Peter Levine genutzt und je nach Bedarf kombiniert mit der Arbeit mit inneren Anteilen.

Habe ich eine traumatische Situation erlebt, so kann es dabei zur Aufspaltung der Persönlichkeit, im Sinne einer strukturellen Dissoziation kommen (vgl. "Das verfolgte Selbst" von Van der Hart, Nijenhuis, Steele, 2008). Dabei entwickelt sich ein sogenannter Anscheinend Normaler Anteil (ANP) und mindestens ein Emotionaler Anteil (EP), der die traumatische Erfahrung in all seinen Facetten (Emotionen, Bilder, Gerüche, Geräusche, Handlungsimpulse, Gedanken etc.) in sich trägt. Diese Dissoziation erzeugt die Psyche als Schutz, um weiter im Alltag funktionieren und handlungsfähig bleiben zu können.
Durch Auslösereize (Trigger) im Alltag kann es jedoch passieren, dass dieser emotionale Anteil in all seinen Facetten sichtbar und spürbar wird, was zu sehr befremdlichen bis beängstigenden Erlebnissen für den betroffenen Menschen führen kann und viele der typischen Symptome nach Traumatisierungen erklären kann, wie zum Beispiel Angstzustände, Depressionen, Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit, Überwachsamkeit und Gefühle von Minderwertigkeit.
So haben wir nicht nur äußere Systeme, in die wir gehören, sondern auch ein inneres System.
Hier greifen die Methoden ineinander und man kann die traumatischen Erlebnisse des emotionalen Anteils mit Somatic Experiencing aufarbeiten und mit systemischen Aufstellungen die inneren Anteile in Kontakt bringen und neue Lösungen finden.
Die Körperarbeit wird zur Unterstützung der psychotherapeutischen Arbeit genutzt, um weitere Möglichkeiten der Selbstregulation zu nutzen.